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Was ist ein Schakal?

Als Schakale bezeichnet man mehrere Arten von Wildhunden, die hauptsächlich in Afrika, Asien und in Südosteuropa verbreitet sind. Der wissenschaftliche Name für die Gattung lautet Canis und hat seine Ursprünge im Türkischen. Die drei Arten sind der Goldschakal, der Schabrackenschakal und der Streifenschakal. In Film und Literatur fand der Schakal zahlreiche Anleihen wie beispielsweise in dem Film „Carlos – Der Schakal.“

Merkmale und Lebensweise

Schakale ähneln in ihrer Art sehr den artverwandten Wölfen, sind jedoch deutlich kleiner. Auch der Kojote füllt eine ähnliche ökologische Nische. Das Fell der verschiedenen Gattungen ist normalerweise goldgelb bis grau. Die Fellfarbe unterscheidet sich je nach Region und Land. Afrikanische Goldschakale wechseln die Farbe ihres Felles zudem mit den Jahreszeiten. Wie der Name schon andeutet, ist der Streifenschakal an den hellen Streifen im sonst eher graugefärbten Fell zu erkennen. Schakale leben je nach Art entweder in kleinen Familienrudeln oder paarweise. Einzelgänger sind eher selten. Untereinander verständigen sie sich mittels verschiedenster Winsel- und Belllaute. Die Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn acht Jahre und in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre.

Jagd und Nahrung

Schakale gehen zumeist Nachts und im Rudel auf die Jagd. Am aktivsten sind sie direkt nach Sonnenuntergang und vor dem Sonnenaufgang. Aufgrund ihrer Schnelligkeit und des ausgesprochen guten Gehörs sind sie nicht auf Aas angewiesen, sondern haben bei Angriffen im Trupp eine Erfolgsquote von rund 70%. Hauptsächlich ernähren sie sich von Nagetieren, Vögeln und Amphibien. In besiedelten Gebieten ernähren sie sich zudem häufig von Nahrungsmittelresten. Der größte Feind der Art ist der Wolf. Man nimmt an, dass Wolfsrudel schon in früherer Zeit den Großteil der Schakale auf europäischem Boden ausgerottet haben. Durch das Aussterben der Wölfe könnte die Ausbreitung der Art in Europa in Zukunft weiter begünstigt werden. Neben den Wölfen gehören vor allem in Afrika auch Kampfadler und Kronenadler zu den Feinden der Schakale.

Der Bestand

Die Schakale werden von der (IUCN) momentan nicht als gefährdet eingestuft, da der Bestand hauptsächlich in Südosteuropa noch sehr groß ist. Am meisten verbreitet ist wohl der Schabrackenschakal, da er kaum menschenscheu ist. In einigen Regionen werden Schakale gejagt, da sie als Bedrohung für die Viehwirtschaft und als Überträger von Krankheiten wie Tollwut gesehen werden. Die Bejagung gefährdet vor allem Lokal den Bestand der Art.